LinkedIn für Sie und Ihr Unternehmen

LinkedIn – Networking ist das A & O
Anja Blum

LinkedIn ist ein soziales Netzwerk, das sich auf Beruf und Karriere spezialisiert hat. Das US-amerikanische Portal wächst stetig weiter und ist daher top geeignet, um Geschäftskontakte zu knüpfen. Auch für Unternehmen bietet LinkedIn viel Potenzial.

Der Beziehungsscore

Bei LinkedIn geht es um Networking. Den wichtigsten Einfluss auf dieser Social Media Plattform hat Ihr persönliches Profil in Kombination mit dem von LinkedIn selbst geschaffenen Social Selling Index (SSI). Dieser Score berechnet, wie gut es Ihnen auf der Networking Plattform durch Ihre Aktivitäten gelingt, Beziehungen aufzubauen und sich selbst dabei als Marke zu etablieren. Die Funktion dabei ist folgende: Je höher der eigene SSI ist, desto mehr Personen aus dem eigenen Netzwerk sehen einen geposteten Beitrag. Bei niedrigem SSI erhalten die Beiträge eine Drosselung.
Aber was ist denn eigentlich ein guter SSI? Das Social Media Netzwerk unterteilt den Score in eine Skala von 0 bis 100. Das Ziel sollte ein SSI von mindestens 60 sein.
Dorthin zu kommen ist glücklicherweise gar nicht so schwierig: Eine aktive Teilnahme an Diskussionen, Veröffentlichung von eigenen Beiträgen, ein kontinuierlicher Netzwerkaufbau und ein vollständiges Profil sind der Schlüssel zum Erfolg. Wenn Sie also ein vollständiges Profil auf LinkedIn erstellen und anschließend aktiv sind, haben Sie wahrscheinlich schon sehr bald einen Social Selling Index zwischen 60 und 80.

fröhliche Kollegen

Talk Talk Talk

In der Studie „LinkedIn Algorithm Research 2020“ hat Richard van der Blom einige hilfreiche Vorgaben entschlüsselt, wie ein guter Beitrag auf LinkedIn aussehen sollte und wie Sie nach dem Posten damit weiter umgehen. Hier fassen wir die wichtigsten Faktoren zusammen:

Kollegen bei der Arbeit

Der perfekte Beitrag

1. Content Format
Generell werden auf LinkedIn Content Formate begünstigt, die eine hohe Verweildauer implizieren. Erfolgreiche Formate sind beispielsweise PDFs, auf denen die Leserinnen und Leser durch mehrere Seiten swipen können.
Sie sollten Ihre 1300 Zeichen sinnvoll nutzen. Unterteilen Sie Ihren Text gut und stellen Sie Fragen, um die Interaktion mit anderen Mitgliedern des Netzwerks zu fördern ohne es sinnlos in die Länge zu ziehen.
Seit dem letzten Update duldet LinkedIn deutlich mehr Video-Content als zuvor, diese Videos sollten idealerweise zwischen 30 und 60 Sekunden betragen. Aber: eingebettete YouTube Videos mag LinkedIn noch immer nicht.

2. Hashtags
Benutzen Sie 3-9 Hashtags. Diese Hashtags sollten eine gute Mischung aus reichweitestark und spezifisch sein. Das Ziel sollte hier nicht sein willkürlich viele Leute zu erreichen, sondern bei den richtigen Personen im Feed zu erscheinen. Es empfiehlt sich zudem die Nutzung eines eigenen individuellen Hashtags. Sie sollten es mit der Anzahl der Hashtags nicht übertreiben, denn wenn Sie zu viele Hashtags nutzen, drosselt LinkedIn die Reichweite stark.
Übrigens: die Platzierung der Hashtags – ob im Text oder am Ende – spielt keine Rolle.

3. Links
Externe Links müssen im Content nicht mehr versteckt werden, das heißt Exit wird auf LinkedIn also seit dem letzten Update nicht mehr abgestraft.

4. Qualität vor Quantität
Zu viele Beiträge können die Reichweite kannibalisieren, ideal sind 2-3 Posts pro Woche, das reicht völlig aus. Sie sollten darauf achten wie Ihr vorheriger Beitrag bewertet wurde und eine gut laufende Diskussion nicht einfach abwürgen. Je nach dem empfiehlt es sich in so einem Fall dann mit der Veröffentlichung des nächsten Beitrags noch etwas zu warten.

Sobald der Beitrag gepostet wurde, heißt es liken und kommentieren, nicht nur sharen

5. Liken – aber bitte schnell
Likes triggern den Algorithmus innerhalb der ersten 2 Stunden. Auch eigene Likes unter den Kommentaren der Leserinnen und Leser werden von der Netzwerkplattform positiv gewertet, wenn diese innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Kommentar gesetzt werden.

6. Kommentieren
Kommentare sind die wirkungsvollste Form, um die Sichtbarkeit auf LinkedIn zu erhöhen, denn das ist es worum es auf der Plattform geht. LinkedIn will Diskussion und Aktivität. Also heißt es Kommentare hinterlassen! Reagieren Sie auf einen erhaltenen Kommentar mit einem eigenen Kommentar und halten Sie so die Diskussion unter den Mitgliedern am Laufen. Idealerweise lassen Sie sich mit der Antwort nicht zu viel Zeit und beteiligen sich an der Diskussion innerhalb der ersten beiden Stunden.

7. Sharen
Auch wenn man denken könnte ein Share ist besser als nichts, ist es auf LinkedIn tatsächlich wirkungslos einen Beitrag einfach nur zu teilen. LinkedIn agiert hier nach der Devise sharing is scaring und nicht wie man es von anderen Plattformen kennt nach dem Motto sharing is caring!

8. Taggen
Andere Nutzer zu taggen, erhöht die Reichweite Ihres Beitrages nicht. Dennoch macht es Sinn Personen zu taggen, um auf Ihren Beitrag aufmerksam zu machen. Allerdings nur dann, wenn man die Leute kennt und weiß, dass die Inhalte auch von Interesse sind. Wie schon gesagt: Tagging allein erhöht die Reichweite nicht, erst wenn die getaggte Person den Beitrag kommentiert, erhält dieser eine höhere Reichweite.
Sie sollten darauf achten nicht wahllos viele Menschen nach dem Motto „viel hilft viel“ in Ihrem Beitrag zu taggen. denn wenn weniger als 25% der getaggten Personen nicht reagieren, kann der Beitrag als Spam klassifiziert werden. Das passiert beispielsweise, wenn viele Leute getaggt werden und diese nicht reagieren. Markieren Sie daher am besten nur die engsten Netzwerkkontakte.

LinkedIn Logo
arbeiten am laptop
linkedin auf dem tablet

Die Rolle der LinkedIn Unternehmensseite

Es geht um Menschen und nicht um Marken

Vorneweg: Bei der Networking Plattform stehen Personen mit Ihrem eigenen LinkedIn-Profil im Mittelpunkt. Es gibt kaum Company-Page Beiträge im Newsstream, der Fokus liegt auf Menschen und nicht um Marken.
LinkedIn forciert „people to people“ und nicht “brand to follower”. Die Mitarbeiter von Unternehmen sollen mit anderen Mitarbeitern anderer Unternehmen auf Augenhöhe kommunizieren, Informationen austauschen und gemeinsam Business machen.
Dennoch können Unternehmen erfolgreich auf der Netzwerk Plattform sein. Hier zeigen wir, worauf es dabei ankommt:

mitarbeiterin mit Megaphone

Das Unternehmensprofil

Über die LinkedIn Unternehmensseite sollten alle Aktivitäten des Unternehmens und der Branche abgebildet werden, die einen Mehrwert für die Follower bieten. Daher folgen hier zunächst einmal die grundlegenden Tipps zum Aufbau Ihrer Unternehmensseite:

  1. verknüpfen Sie alle aktuell Beschäftigten mit der Seite des Unternehmens
  2. machen Sie alle offenen Jobs sichtbar
  3. eine erkennbare Unternehmenskultur ist von Vorteil

Wenn Sie sich eine Sache als Fazit merken, dann, dass der Mensch hinter dem Unternehmen im Fokus steht und einen Mehrwert durch den Inhalt der Unternehmensseite erhalten soll.

Unternehmensbeiträge

Ganz egal ob kleines Unternehmen oder Love Brand mit vielen Followern, lediglich 2-6% der Personen im eigenen Netzwerk erhalten zu Beginn Kenntnis von einem Beitrag. Erfolgt nach der Veröffentlichung des Posts keine Reaktion der Follower verebbt der Beitrag einfach im Nirvana. Einzig über bezahlte Werbung sogenannte sponsored Posts landet man im Newsfeed der Nutzer.

Ihre Mitarbeiter sind Ihre Corporate Influencer

Ihre LinkedIn Unternehmensseite muss in eine Corporate Influencer Strategie eingebettet werden. Nicht die Unternehmensseite ist der Star auf LinkedIn, sondern die einzelnen Mitarbeiter mit ihren jeweiligen Business Profilen. Sie sind die Repräsentanten Ihres Unternehmens.
Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter also dazu, die Beiträge auf dem Netzwerk zu kommentieren. Wer gerne im Unternehmen arbeitet und hinter der internen Philosophie steht, ist in der Regel auch gerne bereit eigeninitiativ Botschafter des Unternehmens zu sein.
Die Administratoren des LinkedIn-Unternehmensprofils können Kolleginnen und Kollegen, die mit der Unternehmensseite verknüpft sind, alle 24h über den neuen Beitrag informieren, daraufhin sollten die Mitarbeiter den Beitrag ihres Unternehmens liken und kommentieren. Im Idealfall erstellen die Mitarbeiter anschließend selbst einen eigenen Beitrag auf ihrem eigenen LinkedIn-Profil, der sich an das Thema des Unternehmensbeitrags anlehnt.
Aber Achtung: wenn die Seitenbeiträge einfach nur teilen werden, wirkt sich das eher negativ aus.
Übrigens: Es geht nicht immer nur um den Job oder die eigene Branche. Unternehmensbeiträge mit politischen und gesellschaftlichen Haltungen durchbrechen regelmäßig den Newsfeed Algorithmus: Verantwortung übernehmen und Haltung zeigen kann eine positive Sogwirkung erzeugen.

Fazit

Erstellen Sie auf Ihrer Unternehmensseite regelmäßig Beiträge aber behalten Sie im Hinterkopf, dass Reichweite und Engagement hier keine KPIs sind. Die Effekte auf Branding und Leadgenerierung erzielen vor allem Ihre aktiven Mitarbeitenden – kombiniert mit zielgerichteten Advertising Kampagnen.

Wenn Sie nicht vergessen, dass der Mensch und nicht das Unternehmen bei LinkedIn im Vordergrund steht, haben Sie schon die halbe Miete. Bewusst taggen, dosiert sharen und insbesondere Mitarbeitende aktiv in Diskussionen einbinden wird Sie auf LinkedIn erfolgreich machen.


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