Weltweite Umstellung der AdWords Anzeigen

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Seit Montag hat sich in der Google Suche einiges verändert. Weltweit erscheinen nun bezahlte Anzeigen nicht mehr rechts neben der Suchleiste, sondern nur noch oberhalb der organischen Google Suche auf den Top 3 Positionen. Bei hochkommerziellen Suchanfragen wie „Autoversicherung“ wird zusätzlich eine vierte Werbeanzeige eingeblendet. Auch unterhalb der Suchergebnisse werden nun wieder vermehrt Anzeigen eingeblendet. Nicht betroffen von der Änderung sind Google Shopping Anzeigen, also Produktanzeigen und Anzeigen im Google Knowledge Graph, die weiterhin rechts der Suche eingeblendet werden.

Screenshot Autovermietung

Grund für die Umstellung ist laut Google die Vereinheitlichung der Suche an Smartphone und Desktop Computer, denn bei der mobilen Suche wird keine zusätzliche rechte Leiste eingeblendet. Zudem wird die rechte Seite der Google Suchergebnisse am Desktop PC bereits lange durch den Google Knowledge Graph oder auch Google Maps Einblendungen dominiert.

Höhere Klickkosten durch Verknappung

Bei einigen Begriffen werden auch unterhalb der Google Suche Anzeigen geschaltet, die aber um einiges unattraktiver sind, als Anzeigen über den organischen Suchergebnissen.

Durch die Änderungen ist davon auszugehen, dass es zu Veränderungen bei den Klickkosten kommen wird, da durch die Umstellung eine Verknappung der Werbeflächen erfolgt. Auch die Impressions der Google AdWords Kampagnen im Suchnetzwerk werden zurückgehen, da nur tatsächliche Einblendungen gezählt werden und nicht immer davon auszugehen ist, dass Besucher bis zum Ende der Seite scrollen.

Was bedeutet das für meine AdWords Kampagne

AdWords ist durch die Umstellung für den Einzelnen vielleicht pro Klick teurer geworden, denn Werbetreibende die bisher auch mit geringen Klickkosten auf die Positionen 5-10 in der Google Suche geworben haben, werden jetzt für Positionen auf Seite 1 höhere Klickkosten tragen müssen.

Die Auswertbarkeit der Suchanzeigen wird sich durch die Umstellung jedoch verbessern, da weniger Einblendungen erfolgen werden.

Was nun?

Zunächst gilt es die Anzeigen und Klickkosten der Google Suche zu überwachen. Erhöhen sich die Kosten so, dass Sie zu den Conversions, also durch AdWords erzielten Käufen, Anrufen oder Anfragen, nicht mehr in einem positiven Verhältnis stehen, sollte über eine andere Möglichkeit nachgedacht werden. Für Shops ist beispielsweise eine Erhöhung der Ausgaben in die PLAs, also Produktanzeigen, im Google Shopping zu empfehlen. Andere Kunden können durch Investition in Content und SEO in der organischen Google Suche weiter nach oben kommen und so die Kosten für Werbeanzeigen in der Google Suche langfristig reduzieren.

Natürlich gibt es neben Google AdWords auch weitere Anbieter von Werbeanzeigen, die alternativ genutzt werden können. Hier muss nach Zielgruppe und Produkt entschieden werden.