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Die geheimen Google Quality Guidelines

Die geheimen Google Quality Guidelines

  • Google Quality Guidelines

Der November 2012 war ein bedeutender Monat für alle Website Betreiber, denn in diesem Monat wurden die ersten internen Google Quality Guidelines aufgelegt, die kurze Zeit später für jedermann im Netz abrufbar waren.  Die Google Quality Rater Guidelines erklären den menschlichen Bewertern von Google, wie Websites zu sehen, zu analysieren und vor allem zu bewerten sind.

Da sich sowohl der Algorithmus, als auch die Kriterien mittlerweile geändert haben, ist derzeit die 5. Auflage, die nicht mehr offiziell zugänglich ist, erschienen. Da es nicht nur für SEOs, sondern auch für Websitebetreiber wichtig  ist zu verstehen wie Google tickt bzw. eine Website „sieht“, haben wir für Sie die Google Quality Guidelines einmal zusammengefasst.

Was sind die Google Quality Guidelines?

Die Google Guidelines wurden in erster Linie nicht für Webseite Betreiber, sondern für Such-Evaluatoren herausgegeben, die Google zur Qualitätskontrolle einsetzt. Aufgrund der Vielzahl der Domains im WWW bestimmen die Evaluatoren natürlich nicht maßgeblich das Ranking eines Keywords, sie sind jedoch indirekt doch wichtig für die Einordnung durch Google, denn durch sie wird der Algorithmus immer wieder angepasst. Auch  Änderungen werden beispielsweise zunächst durch Evaluatoren getestet. Sind diese der Ansicht, dass sich die Suchergebnisse im Vergleich zu den vorgehenden Ergebnissen verbessert haben, wird die Änderung freigegeben.

Bewertungskriterien für Websites

Eine besonders wichtige Kategorie von Websites sind „Your money or your life“-Websites. Alle Seiten, die also die Gesundheit oder die Finanzen des Besuchers beeinflussen, müssen aus SEO Sicht gesondert betrachtet werden und unterliegen strengeren Kriterien als Klatsch und Tratsch Seiten. Nach den Guidelines 5.0 gibt es zwei Kriterien anhand der eine Webseite bewertet wird:

  1. Die Website im allgemeinen, also unabhängig von Landingpage und Suchanfrage, das sogenannte PQ-Rating
  2. Die Landingpage in Bezug zur jeweiligen Suchanfrage (Utility-Rating)

Utility Ranking

Beim Utility-Rating werden Websites seitens des Evaluatoren in folgende Kategorien eingeordnet.

  • Vital – Damit eine Landingpage als vital eingestuft wird, muss sie eine Suchabsicht befriedigen, also beispielsweise eine anerkannte Webseite zu einem bestimmten Thema/Suchbegriff sein. Bei allgemeinen Suchbegriffen wie „Möbel“ oder „Schnupfen“ dürfen Seiten nie als vital eingestuft werden, denn die Landingpage kann nicht aussagen, dass genau diese Seite vom Google Nutzer gesucht wurde. Spezielle Markenprodukte können jedoch mit der entsprechenden Homepage als vital angesehen werden.
  • Useful – Eine Seite ist dann Useful, wenn sie zur Suchanfrage passt und Mehrwert für den Nutzer bietet.
  • Slightly Relevant – Haben Seiten mit dem Thema zu tun, sind aber nicht besonders hilfreich, passt diese Kategorie.
  • Off-topic oder Useless – So werden Seiten bezeichnet, die keinen oder nur sehr wenig Nutzen für den Besucher bringen.

Bis auf die Kategorie vital, können alle Einstufungen auch für mehrere Webseiten  bestimmt werden. Vital hingegen, kann pro Suchbegriff nur für eine Website vergeben werden.

PQ-Rating

Für das PQ-Rating sollen die Evaluatoren die Website ganzheitlich betrachten, also auch eventuell vorhandene zertifizierte Autoren oder Betreiber berücksichtigen. Auch der Zustand der Website spielt bei dieser Bewertung eine Rolle – führen beispielsweise viele interne Links ins Nirgendwo oder erzeugen 404 Fehler, so wirkt sich dies negativ auf die Bewertung aus.

Linkbuilding 2014

Auch die Referenzen der jeweiligen Homepage – sprich die auf sie verlinkenden Seiten –  haben einen Einfluss auf die Einschätzung. Hier gilt jedoch Qualität vor Quantität! Wird von vielen unwichtigen Seiten verlinkt, so wirkt sich dies nicht positiv, vielleicht sogar negativ aus. Verlinken jedoch ausgewählte Autoritäten der jeweiligen Branche auf die Domain, so ist das ein Zeichen der Wertigkeit.  Auch veröffentliche Fachstudien sind eine Art der Reputation, die seitens der Google Guidelines gern gesehen werden.

Wikipedia stellt ebenfalls nach wie vor eine wichtige Reputationsquelle dar. Auch wenn die Online Enzyklopädie ausschließlich NoFollow Links herausgibt, so kann Google beim Crawling doch Mentions und Verweise aus Wikipedia einer Marke bzw. Webseite zuordnen und wertet diese  entsprechend. Dies soll natürlich jedoch kein Freibrief dafür sein, Wikipedia mit Werbung zu zuspamen. Als Unternehmen sollte man jedoch daran interessiert sein, Wikipedia in seinen Themen aktuell zu halten und sich als Autor beteiligen. Verfügt das Unternehmen über die entsprechende Relevanz und entspricht den Wikipedia Qualitätskriterien ist ebenfalls ein Wikipedia Eintrag zu überlegen, der der eigenen Marke Relevanz im Netz verschafft.

Starke Marken für Autorität im Internet

Seit den neuen Guidelines gibt es zur Vereinheitlichen  und Bewertung nun das sogenannte EAT Prinzip für Evaluatoren.  EAT steht für Expertise – Autorität – Vertrauen (Trust).  Dieses fördert den Aufbau einer Marke bzw. Autorität im Internet, die für ein gutes Ranking mitverantwortlich ist. Je nach Art der Website gibt es hier jedoch Gewichtungen. Für ein Klatschmagazin, ist die Autorität auch in Augen Googles weniger wichtig, als für eine Website, die sich mit Gesundheit und Finanzen beschäftigt. Auch Frage-Antwort- Portale, Foren und Enzyklopädien haben andere Bewertungskriterien.

Die Wichtigkeit einer Marke wird nach den Guidelines durch die folgenden Punkte bewertet

  • Höhe und Entwicklung des Suchvolumens nach einer Marke
  • CTR – Verhältnis zwischen Suchanfragen und tatsächlichen Klicks

Zudem identifiziert sich eine Marke in erster Linie durch Reputation und Vertrauen. Hierfür sind folgende Punkte ausschlaggebend.

  • Verweise und Verlinkungen
  • Conversion Rate
  • Wiederkehrende Besucher
  • Kommentare
  • Social Media Interaktionen
  • Verweildauer
  • Absprungrate

 

Content is King!

Sicherlich niemand aus dem Bereich Online Marketing kann diesen Satz noch hören. Trotzdem ist er nicht weniger wahr, denn Google bewertet die Inhalte auf einer Seite.

In erster Linie unterteilt Google den Inhalt einer Seite in drei Bereiche:

  1. Main Content – Inhalt
  2. Supplementary Content – weiterführende Informationen zum Thema
  3. Advertisement – Werbung

Die Qualität von Texten

Besonders wichtig ist, wie auch der Name schon sagt, der Main Content der Seite.  Er sollte sich bereits aus dem  Quellcode vom Rest der Homepage abheben und auch Werbung sollte hier möglichst wenig – und wenn so, dass sie klar abgegrenzt wird – eingebaut werden.  Ist ersichtlich, dass eine Seite in der Hauptsache der Werbung dient, so besitzt sie wenig Mehrwert und fällt deswegen aus den Qualitätskriterien Googles.

Textlänge

Auch die Textlänge ist, sogar nach den Guidelines ein wichtiger Indikator für ein gutes Ranking. Logisch, denn die Qualität eines Textes kann anhand eines Algorithmus schlecht erfasst werden, die Länge hingegen schon. Derzeit wird die Qualität einer Seite vorwiegend durch Verweise ermittelt. Zukünftig werden auch Facebook und Google+ Interaktionen immer wichtiger werden.

Keywords im Text

Keyword Stuffing im Main Content ist mittlerweile mehr als Old School und führt zu einer Abwertung der Seite. Auch automatisch erstellte Inhalte, oder Inhalte ohne Sinn und Verstand sind keine guten Lückenfüller.  Das Abkupfern von Mitbewerbern ist natürlich ebenso verboten, denn nur Unique Content ist guter Content.

Suchintention beachten

Auch die Suchintention sollte beim Verfassen immer im Vordergrund stehen, denn steht hinter einer Suchanfrage die Intention etwas zu kaufen, gibt es andere Anforderungen an die Landingpage wie, wenn sich der Suchende nur Informationen zu einem Thema beschaffen möchte. Nicht nur die Evaluatoren sondern auch der Google Algorithmus ist dazu in der Lage, die Intention festzustellen: Sie wird durch das Klick und Suchverhalten des Google Nutzers bestimmt.

Der Beste von allen

Generell sollte man sich bei der Texterstellung immer vornehmen, den besten Text für das jeweilige Thema zu verfassen. Immer sollte man sich hierfür auch Mitbewerber ansehen und sich hier Anregungen holen, um einen noch besseren Artikel zu verfassen.

 

Tipps aus den Quality Guidelines:

  • Etabliere deine Webseite als Marke
  • Arbeite an deren Reputation
  • Beachte die Suchintention
  • Schaffe einzigartigen Content, den es in dieser Qualität und Umfang sonst nicht zu finden gibt
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